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Auflösung September-Rätsel

"Wer kennt unsere Schweinheimer Heimat ?"

September-Rätsel

Der Konstrukteur und Bauer dieses kleinen Flitzers war der Schweinheimer Fahrradhändler Heinz Hirsch. Zur damaligen Zeit befand sich sein Fahrradgeschäft im elterlichen Haus der Schmiede Hirsch auf der Rosengassenseite. Neben den Fahrrädern vertrieb Heinz Hirsch auch Mopeds der Marke Rex. Ein solcher Mopedmotor trieb diesen Kleinstwagen an. In der Regel stand es im Laden und konnte vom Schaufenster aus besichtigt werden. Das Foto entstand in den 50er Jahren vor dem Wohnhaus auf dem Exerzierplatz, in dem die Familie Sdrenka damals wohnte. Viele Schweinheimer trafen sich zu dieser Zeit sonntags bei Berthold Sdrenka zum Frühschoppen. Auf dem Bild ist seine Tochter Gisela zu sehen.

Per Los wurde Frau Hilde S. aus Schweinheim ermittelt. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, das nächste Heimaträtsel folgt demnächst.

Auszüge aus der Übersetzung aus dem in Fraktur gesetzten Originalbuch
von Karl Heinz Pradel
und für das Internet aufbereitet von Günther Sommer.
Die Rechtschreibung entspricht dem Original.
 
Das
 
Pfarrdorf Schweinheim
 
und seine Filialen Haibach,
Grünmorsbach und Gailbach
 
Seiner Pfarrgemeinde zum Gedächtnis seiner
25jährigen Amtstätigkeit gewidmet
von Pfarrer Schweinfest
1912
 
Vorwort.

Am 1. Januar 1921 werden es 100 Jahre werden, seitdem Schweinheim Pfarrei geworden. Sollte ich bis dorthin noch am Leben *) sein, dann könnte Schweinheim sich rühmen, in 100 Jahren nur 3 Pfarrherren gehabt zu haben, obwohl es inzwischen die größte Landpfarrei der Diözese geworden, also Arbeit in Hülle und Fülle bietet. Durch langes Verbleiben an einem Orte verwächst man mit dem Volke, es erfüllt sich an dem lange sesshaften Pfarrer das Wort der Schrift: „Fecit illum Dominus crescere in plepem suam.“ Mit den Leuten verwachsen zu sein, ist für den Pfarrer ein Gewinn in der Ausübung seines Berufes — es erleichtert die Seelsorge. Aber auch das Land, in dem man Jahrzehnte lang lebte und wirkte, lernt man kennen, und ich meine, auch dadurch dient man dem Volke, wenn man ihm Wissenswertes über die Vergangenheit seiner Heimat zur Kenntnis bringt. Neben der Erfüllung meiner gewöhnlichen Seelsorgepflichten habe ich in den ersten zwei Jahrzehnten meiner Amtstätigkeit manche außerordentliche Sorgen übernommen und getragen. Ich erinnere an die Neubauten der Pfarrkirche zu Schweinheim und der Filialkirche zu Grünmorsbach, den Neubau des Pfarrhauses zu Haibach, des Krankenschwesternhauses zu Schweinheim, die Erweiterung und Restauration der Filialkirche zu Gailbach, die Begründung der Lokalkaplanei Haibach usw. In den letzten Jahren widmete ich meine freien Stunden dem Studium der Heimatkunde. Was nun hierbei herauskam, biete ich im Folgenden meinen in Liebe mit mir verbundenen Parochianen. Ist es auch keine Geschichte im eigentlichen Sinne, Interesse dürfte es indes für manchen erwecken. Dank schulde und sage ich Herrn Prakt. Arzt Dr. Lorenz in Aschaffenburg und dessen Bruder, Herrn Kapuziner P. Sigmund, sowie Herrn Staudt, Konservator J. Friedrich in Aschaffenburg. Sie haben mich auf manches aufmerksam gemacht, mir mancherlei geschichtliche Notizen vermittelt, Bücher und Urkunden mir zur Verfügung gestellt.

Schweinfest, Pfarrer.

*) Pfarrer Schweinfest verstarb 21. Oktober 1925 in Schweinheim.