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Die aktuelle Ausgabe vom 18.10.2018 [hier] mit den folgenden Inhalten:
"Führung durch die Pfarrkirche Maria Geburt in Schweinheim" (2)
Weiter Wichtiges und Interessantes:
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Die für unsere Mitglieder kostenlose Jahresgabe 2018, ein Bildband mit dem Titel  "Moi Schwoije", ist  ab sofort wieder in unserer Geschäftsstelle erhältlich. Wir haben weitere Bücher nachdrucken lassen. Zusätzliche Exemplare, auch für Nichtmitglieder kosten 15 Euro.
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Auflösung September-Rätsel

"Wer kennt unsere Schweinheimer Heimat ?"

September-Rätsel

Der Konstrukteur und Bauer dieses kleinen Flitzers war der Schweinheimer Fahrradhändler Heinz Hirsch. Zur damaligen Zeit befand sich sein Fahrradgeschäft im elterlichen Haus der Schmiede Hirsch auf der Rosengassenseite. Neben den Fahrrädern vertrieb Heinz Hirsch auch Mopeds der Marke Rex. Ein solcher Mopedmotor trieb diesen Kleinstwagen an. In der Regel stand es im Laden und konnte vom Schaufenster aus besichtigt werden. Das Foto entstand in den 50er Jahren vor dem Wohnhaus auf dem Exerzierplatz, in dem die Familie Sdrenka damals wohnte. Viele Schweinheimer trafen sich zu dieser Zeit sonntags bei Berthold Sdrenka zum Frühschoppen. Auf dem Bild ist seine Tochter Gisela zu sehen.

Per Los wurde Frau Hilde S. aus Schweinheim ermittelt. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern, das nächste Heimaträtsel folgt demnächst.

Doch bereits 1990 musste der Friedhof erneut um 4.500 m2 und mit Kosten von 500.000 DM in Richtung Gutwerk- und Molkenbornstraße erweitert werden. Der vor elf Jahren erst eingeweihte Teil war bereits fast belegt. Dieser neue Teil soll nun Platz für 270 Gräber bieten. Nach einjähriger Bauzeit übergab Oberbürgermeister Dr. Willi Reiland am Freitagabend, dem 8. Juni 1990 den Friedhof seiner Bestimmung. Etliche Schweinheimer Bürger, Stadträte und städtische Bedienstete waren zu dieser schlichten Feierstunde gekommen. Der Oberbürgermeister verlieh insbesondere seiner Freude Ausdruck, dass es wieder gelungen sei, einen Friedhof zu errichten, der für die Angehörige die Möglichkeiten schafft, die ortsnahen Gräber zu besuchen, sie zu pflegen und bei den verstorbenen Angehörigen zu verweilen.
Seit 1991 ist auch der Name des Soldaten auf dem Sammelgrab am Haupteingang des Friedhofs, der bei den Kämpfen um Schweinheim fiel, nicht mehr unbekannt. Dieser Soldat ist Franz Xaver Erber aus Vaterstätten. 46 Jahre nach seinem Tod konnte die Identität des Unbekannten endlich geklärt, sein Name und sein Geburtsdatum in den Grabstein gemeißelt werden. Franz Xaver Erber war am 24. April 1909 in Eggenfelden geboren und zwischen dem 23. und 31. März 1945 in Schweinheim gefallen. Der Grund für die lange unklare Identität des Gefallenen war eine Verwechslung der Zahlenreihe auf der Erkennungsmarke. Statt der richtigen Nummer 792-1 wurde im Schreiben vom 15.12.1950 vom damaligen Pfarramt Schweinheim die Nummer 729-1 angegeben und die stark beschädigte Erkennungsmarke zusammen mit seiner Uhr und seiner Brieftasche an die Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht nach Berlin übersandt. Dort wurde die nahezu unleserliche Erkennungsmarke zunächst einem Konrad Erpel aus Baumgarten zugeordnet, der jedoch, wie sich erst später herausstellte, das Kriegsgeschehen überlebt hatte. Das Retour-Schreiben der Berliner Dienststelle für die Gefallenen der Deutschen Wehrmacht vom 09.05.1951 an die Stadt Aschaffenburg mit der Bitte um nochmalige Prüfung der Unterlagen, blieb jedoch unauffindbar und führte zu keiner Reaktion.
Franz Xaver Erber als Soldat
Franz Xaver Erber gefallen in Schweinheim
 
Mit zur Aufklärung beigetragen hat die Schweinheimerin Elisabeth Brunner. Sie traf zufällig im April 1991 die Schwester des gefallenen Soldaten, Frau Karoline Huber, die aus einem Brief ihres Bruders dessen Einsatzgebiet wusste. Sie suchte auf verschiedenen Aschaffenburger Friedhöfen nach dem Grab eines unbekannten Soldaten, in der Hoffnung ihren ältesten Bruder wieder zu finden. Frau Brunner führte sie zu dem Gefallenengrab auf dem Schweinheimer Friedhof. Nach vielen Jahren der Ungewissheit war Frau Huber sich ziemlich sicher: „Hier liegt mein Bruder“ Sie konnte Tränen der Trauer, aber auch der Erleichterung nicht zurückhalten. Frau Brunner hatte aber immer noch die Worte des damaligen Pfarrers Karl Umenhof im Ohr: „Wer in Schweinheim gefallen ist, wird auch dort beerdigt“. Über drei Wochen recherchierte sie im Pfarramt Maria Geburt in den Unterlagen von Pfarrer Umenhof und konnte endlich die richtige Nummer der Erkennungsmarke finden. Die Schwester des toten Soldaten, Frau Karoline Huber, die bereits zwei Brüder im Krieg verloren hatte, war überglücklich, nach vielen Jahren, dank der Mithilfe von Frau Brunner, ihren dritten toten Bruder sicher gefunden zu haben.